Das Bundesministerium für Wirtschaft- und Technologie (BMWi) unterstützt Unternehmen dabei, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu halten und auszubauen. Dabei setzt das Ministerium auf eine unterschätzte Möglichkeit zur Kostensenkung: den effizienten Einsatz von Material. Die Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (WFG) hilft Unternehmen im Stadt- und Landkreis Heilbronn, Zugang zu den Fördergeldern zu erhalten. D’fakto sprach darüber mit Markus Wegerhoff, dem Geschäftsführer der WFG.
Intelligenter Umgang mit Material bietet enormes Sparpotenzial
Materialkosten stellen im produzierenden Gewerbe den größten Kostenblock dar und bieten ein riesiges Einsparpotenzial. Durch intelligenten Umgang mit Material kann man hohe Lohnkosten relativieren und letztlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern. Ressourcen werden knapper, Rohstoff- und Energiepreise steigen. Eine Studie zu den Potenzialen der Materialeffizienzsteigerung in der deutschen Industrie erbrachte die Erkenntnis, dass dieser Kostenfaktor inzwischen ungefähr 40 Prozent der Gesamtkosten ausmacht.
Unternehmen fehlen aber oft Zeit und Mittel, um ihre Effizienzreserven zu analysieren, geschweige denn auszuschöpfen. Aus diesem Grund forciert die WFG Raum Heilbronn das Thema seit Ende 2007. Bei der Vorbereitung und Umsetzung von Einsparmaßnahmen können sich Unternehmen jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium fördern lassen.
Zwei interessante Förderprogramme
Mit dem Förderprogramm „VerMat“ bezuschusst das BMWi individuelle Beratungen bei Unternehmen, die auf eine Verringerung des Materialeinsatzes ausgerichtet sind. Zusätzlich arbeitet die WFG Raum Heilbronn zurzeit an einem ebenfalls vom BMWi geförderten Netzwerk, das die Unternehmen zu gemeinsamen Aktivitäten bzw. zu kontinuierlichen Verbesserungen des Materialeinsatzes anregen soll: „NeMat – Förderung von Netzwerken zur Materialeffizienz“. Damit können Unternehmen sich vernetzen und durch gemeinsame Aktivitäten ihre Materialeffizienz verbessern.