Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die kleinen und mittelständischen Unternehmen vieler Branchen fest im Griff. Da sind kluge Programme der Kreditinstitute gefragt, die den Unternehmern unter die Arme greifen und Anreize zur Investition bieten. D’fakto sprach mit Dietmar C. Binkowska, dem Vorstandsvorsitzenden der NRW.Bank, der Förderbank des größten deutschen Bundeslandes.
Durch Investitionen Wettbewerbsvorteile sichern
Binkowska: „Wir stellen fest, dass bei den Unternehmern eine große Unsicherheit besteht. In diesem schwierigen Marktumfeld will jeder erst einmal abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt, bevor man neue Verbindlichkeiten eingeht. So wird Geld, das zur Verfügung stehen, teilweise gar nicht abgerufen. Das ist aber fatal. Deutschland ist ein Land, das sich durch seine Innovationskraft und seine qualitativ hochwertigen Wirtschaftgüter auszeichnet. Darin besteht unser Wettbewerbsvorteil.“ Diesen Vorteil könne man aber nur durch die richtigen Investitionen erhalten. „Nur so kann Deutschland auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise seine sehr gute Positionierung am Markt aufrecht erhalten und weiter ausbauen.“
Jahresergebnis im Plus
Die NRW.BANK hat ihr Geschäftsjahr 2009 mit einem Jahresüberschuss von 32,4 Millionen Euro abgeschlossen. Die Förderdividende, mit der das Kreditinstitut eigene Mittel in die Förderung steckt, ist um elf Prozent auf 32,9 Millionen Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt fast zwölf Prozent und liegt damit weit über dem Durchschnitt der Geschäftsbanken.