Die Lage an der Nordsee macht Bremerhaven zu einem Standort par excellence für die Hersteller von Windenergie-Anlagen. Viel Platz für produzierende Unternehmen aus der Branche, die entsprechende Hafenlogistik, qualifizierte Arbeitskräfte und eine Wirtschaftsförderung, die die Unternehmen von Anfang an konsequent unterstützt hat – alle diese Mosaiksteine kamen an der Wesermündung zusammen und verhalfen der Region zu einer neuen Reputation als Windenergie-Cluster.
Offshore-Windpark als Zukunftsprojekt für Bremerhaven
„Im Jahr 2000 fiel der Startschuss zum Offshore-Windcluster-Projekt in Bremerhaven“, erinnert sich Nils Schnorrenberger, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung der BIS GmbH, der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung. Damals kamen Unternehmen auf ihn zu mit der Bitte, die Etablierung der Offshore Energie als Zukunftsthema für Bremerhaven in Betracht zu ziehen.
Industrie deckt gesamte Wertschöpfungskette ab
In der Folgezeit entstand mit Unterstützung des Landes Bremen und der EU auf Initiative der BIS ein dynamisches Netzwerk: Die als Verein konzipierte Windenergie Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. – mit 20 Gründungsmitgliedern, die heute auf die stattliche Zahl von 230 Akteuren im Netzwerk aus Industrie, Dienstleistung und Wissenschaft angewachsen sind. „Darunter finden sich Unternehmen aus einem weiten industriellen Spektrum, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. Unser Ziel war es damals, die Branche zu vernetzen und den Strukturwandel zu fördern“, erinnert sich Nils Schnorrenberger.
Rahmenbedingungen für die Industrie waren stimmig
Und das ist in der Folgezeit hervorragend gelungen: Die politischen Rahmenbedingungen stimmten, durch Fördergelder und entsprechende gesetzliche Vorgaben gelang es, wachsendes Vertrauen in die Offshore-Windenergie Technologie zu erzielen und den Boden für erhebliche Investitionen der Industrie zu bereiten.