Was Unternehmer erwarten: Schnelle Reaktionen und passgenaue Angebote

06-09_DresslerUnternehmen stehen im internationalen Wettbewerb, sie suchen auf der ganzen Welt nach Standorten und Märkten. Gearbeitet wird unter Kostendruck, Zeit ist Mangelware. Wie Wirtschaftsförderungsgesellschaften diesen „Kunden“ begegnen sollten, sagt einer, der es wissen muss: Andreas Dressler unterstützt seit vielen Jahren Unternehmen bei der Entwicklung internationaler Expansionsstrategien und der Standortsuche in der ganzen Welt.

Regionen konkurrieren mit Standorten rund um den Globus
„Die Konkurrenz deutscher Wirtschaftsförderer sind nicht die Kollegen im Inland: Die Konkurrenz sitzt in der ganzen Welt. Die neuen Märkte liegen in Nordafrika und Russland, Rumänien und Vietnam und gewinnen auch als Standorte an Bedeutung. Unternehmen agieren zunehmend internationaler“, sagt Andreas Dressler, Geschäftsführer der Terrain GmbH, einer unabhängigen Beratungsfirma für Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Unternehmen. Der Unternehmensberater ist viel in der Welt herumgekommen: In acht Ländern hat er gelebt, bis er sich mit seiner Familie in Berlin niederließ.

 

Englischsprachige Webseite ist ein „muss“
Die Auswahl der besten Standorte fürs internationale Geschäft und die Aushandlung vorteilhafter Konditionen für Investitionen sind die Bereiche, in denen Dressler sich auskennt. Unter den Kunden des Experten für ausländische Investitionen sind führende internationale Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen und technologieorientierte Neugründungen. „Viele Wirtschaftsförderungsgesellschaften aber nehmen die Internationalität nicht ernst genug, haben nicht einmal eine englischsprachige Webseite“, bemängelt der Berater.

 

Suche nach Talenten gewinnt an Bedeutung
Als stabile Wirtschaftsbereiche beurteilt der Experte die Unternehmensdienstleistungen, die erneuerbaren Energien, Lebensmittel und Tabak, Biotechnologie und Pharmaindustrie. Investiert werde derzeit vor allem in China, Indien und den USA, Deutschland stehe bei der Zahl der Projekte, in die Firmen ihr Geld steckten, an siebter Stelle. „Wenn die Entscheidung für einen Standort fällt, dann sind nicht nur die hervorragende Infrastruktur und niedrige Steuersätze entscheidend, sondern vor allem eine schnell und flexibel handelnde Verwaltung – zum Beispiel in Bezug auf Expansionspläne von Unternehmen oder die Bau- und Verkehrsplanung – wenig Bürokratie und eine gute Verfügbarkeit von Talenten. Ideal, wenn Absolventen nach dem Studium sofort zur Verfügung stehen“, so Dressler.