Am Anfang stand die Forderung nach Klimaschutz und Ressourcenschonung: Heute sind die erneuerbaren Energien eines der wichtigsten Wachstumsfelder in Deutschland. Die Branche beschäftigt rund 280.000 Menschen, deckt 16 Prozent des Strom- und sieben Prozent des Wärmeverbrauchs. Auch viele Kommunen sind ins Thema neue Energien eingestiegen, denn dieses Betätigungsfeld ist nicht nur lukrativ für die Gemeindekasse, sondern auch fürs Image und die Umwelt.
Grüne Energie macht sich bezahlt
Deutschland setzt auf regenerative Energien: Durch die Strom- und Wärmeerzeugung aus den so genannten neuen Energien – also Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse – werden in der Bundesrepublik inzwischen mehr als 100 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Aber das ist nicht nur für die Umwelt erfreulich: Länder, die bei der Entwicklung und Markteinführung dieser Schlüsseltechnologien die Nase vorn haben, schlagen daraus auch wirtschaftlich erheblich Kapital. Die kostenlosen Energiequellen sind auf dem besten Wege, eine nachhaltige Energieversorgung zu sichern.
Neue Energien als Wachstumsmotor
Eine Umfrage der Universität Marburg prognostiziert den Neuen Energien bis 2020 ein starkes Wachstum. Der Anteil der Erneuerbaren an der europäischen Stromerzeugung werde sich bis 2030 von 16 Prozent auf 48 Prozent verdreifachen, so der VDMA. „Während die Gesamtwirtschaft in der Krise steckt, ist die Branche der Erneuerbaren weiterhin ein verlässlicher Jobmotor“, so Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) in Berlin.
Erfolgsgeschichten: Solar, Biogas und Windenergie
Insbesondere die Solarwirtschaft gehört zu den wachstumsstarken Branchen. Sie hat eine echte Erfolgsstory geschrieben: Deutschland ist der wichtigste Solarmarkt der Welt. Unternehmen bauen bei ihren Investitionen überwiegend auf deutsche Technik und Zulieferer. Auch Biogas und Windenergie boomen: Mittelfristig können zehn Prozent des Weltenergiebedarfs mit Biomasse gedeckt werden. Der Weltmarktanteil der deutschen Windenenergiebranche liegt bei gut 30 Prozent, damit steht Deutschland an zweiter Stelle hinter den USA. Die Exportquote der Windtechnologiebranche liegt bei rund 80 Prozent. In vielen Kommunen haben die Entscheider die Zeichen der Zeit erkannt und treiben den Ausbau neuer Energien in ihrer Stadt oder Gemeinde voran.