Mecklenburg-Vorpommern hat sich zu einem Hotspot der Windenergie-Branche gemausert. Entwickler, Beratungsbüros und Produzenten vernetzen sich geschickt und vermarkten gemeinsam ihre Aktivitäten. D’fakto sprach mit Michael Sturm, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landes „Invest in Mecklenburg Vorpommern GmbH“.
Windkraft wird zum Jobmotor an Deutschlands Ostseeküste
Im Februar 2009 erfolgte die Gründung des Wind Energy Network e.V., der Verein versteht sich als Plattform der gesamten Wertschöpfungskette der Branche: Er organisiert die Zusammenarbeit von Unternehmen und Einrichtungen aus dem Bereich der Windenergie, fördert die positive Wahrnehmung dieser Industrie als innovativer Wirtschaftszweig und forciert die Umsetzung von Offshore-Projekten.
Gesamte Wertschöpfungskette wird abgedeckt
Die Windkraftindustrie entwickelt sich zunehmend zu einem Job-Motor. Mit ihrer maritimen Kompetenz streben Entwickler, Metallbauer und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern in den wachsenden Markt der Offshore-Industrie. Schon jetzt arbeiten in rund 40 Unternehmen etwa 4.000 Menschen – in Unternehmen aus fast allen Bereichen der Wertschöpfungskette: Entwicklung, Produktion und Maintenance. Vor Ort fungieren Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut, das IfAOE oder das Schifffahrtsinstitut als wissenschaftliche Partner.
Windkraft-Unternehmen schreiben Erfolgsgeschichte
Mittlerweile haben in Mecklenburg-Vorpommern 44 Prozent des produzierten Stroms Wind-, Bio-, Wasser- und Sonnenenergie zur Grundlage, davon entfallen zwei Drittel auf die Windkraft. „Von einem Strukturwandel kann man noch nicht sprechen, aber es gibt eine starke wirtschaftliche Orientierung in Richtung Erneuerbare Energien. Die Richtung ist klar, Unternehmen wie die Nordex Energy GmbH oder EEW Special Pipe Constructions GmbH haben Erfolgsgeschichte geschrieben“, so Michael Sturm. Bisher sind 29 Windparks mit zusammen 1.894 Einzelanlagen genehmigt worden. Zu den bedeutendsten zählt die Baltic 1, die mit 21 Anlagen eine Leistung von 48,3 MW erzeugt und die Anlage „Kriegers Flak“.