
Das neue D’fakto 09 hat ihr das Titelfoto gewidmet: Liz Mohn, der stellvertretenden Vorsitzenden der Bertelsmann-Stiftung. Seit mehr als dreißig Jahren engagiert sich die Gütersloher Stiftung für das Gemeinwohl: Bessere Bildung und wachsende internationale Verständigung zählen zu den Hauptzielen der Stiftung. D’fakto sprach mit Liz Mohn darüber, warum gute Bildungschancen für Migranten so wichtig sind, welche Wege besonderen Erfolg versprechen und was Kommunen zu einem gelingenden Integrationsprozess beitragen können.
Integration und Bildung gehören zusammen
Im D’fakto-Interview bezeichnet Frau Mohn Integration als eine der wichtigsten Herausforderungen und eine Zukunftsaufgabe für Kommunen. Nicht nur Großstädte mit einem Zuwanderer-Anteil von etwa 30 Prozent, sondern auch viele Gemeinden im ländlichen Raum müssten das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft gestalten. Zu den Handlungsempfehlungen, die die Bertelsmann-Stiftung definiert hat, gehöre beispielsweise, dass Kommunalpolitik, Verwaltung und alle relevanten Akteure gemeinsam einen Zielkatalog für Integrationspolitik entwickeln und Integration als Querschnittsaufgabe verankern. Integration müsse Chefsache sein, alle Beteiligten sollten darauf achten, mit den Zuwanderern, nicht für sie zu handeln.
Was Kommunen konkret tun können
Kommunen könnten auch als Arbeitgeber Zeichen setzen, indem sie den Migrantenanteil in der Verwaltung erhöhen und das Personal interkulturell fortbilden. Die Bertelsmann Stiftung bietet im Internet-Portal www.wegweiser-kommune.de Veranstaltungen für eine erfolgreiche Integrationspolitik und entsprechende Studien an.