Bildung soll Fachkräftelücke schließen

09-11_fachkraefteIn vielen Schlüsselpositionen und quer durch die Branchen mangelt es den Unternehmen in Deutschland an Fachkräften, die Auswirkungen des demographischen Wandels sind spürbar, schon heute. Vor allem in den MINT-Qualifikationen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik existiert ein strukturelles Problem, das bei Fortschreibung der Demographie an Schärfe gewinnt. Viele Kommunen und Unternehmen haben das erkannt und erarbeiten Lösungen. Gezielte Investitionen in Bildung und Weiterbild dienen als Mittel zum Zweck.

 

Mehr Praxis in die Schule

Beispiele mit Modellcharakter aus allen Teilen der Republik zeigen, was möglich ist: Insbesondere haben wir uns Projekte zur gelungenen Kooperation von Schule und Wirtschaft – wie im Kreis Altenkirchen oder in Mönchengladbach – vorgenommen oder auch die wichtige Schnittstelle vom Übergang aus der Schule in den Beruf – beispielhaft hier die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Herne.

 

Weiterbildung und Hochschulbildung optimieren

Auch eine optimierte berufliche Weiterbildung ist ein wichtiger Ansatzpunkt, um Fachkräfte zu halten. Im Weiterbildungssektor etablieren sich immer neue Konzepte, die sich unter dem Sammelbegriff systematische Personalberatung und langfristiges Talentmanagement zusammenfassen lassen. Auch die Ausbildung an den Universitäten und Fachhochschulen muss sich den Herausforderungen des drohenden Fachkräftemangels stellen und ihr Angebot entsprechend anpassen. Verbundforschungsprojekte und Duale Studiengänge wie beispielsweise an der Hochschule Hamm-Lippstadt stehen für neue Wege in der akademischen Bildung.

 

Ergänzende Interviews zum Bildungsthema

Was Investition in Bildung bringen kann, wie sie dabei hilft, Ausländer zu integrieren – dazu haben wir in Ergänzung zu unserer Titelgeschichte mit verschiedenen Experten gesprochen. Vertiefende Interviews gaben uns Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, die sich seit Jahren für Bildungs- und Gesellschaftsthemen stark macht. Auch Alexandra Landsberg , Bereichsleiterin beim Beratungsunternehmen agiplan ist von der Wichtigkeit der Bemühungen, Fachkräfte zu bilden und zu binden überzeugt. Sie hat ein Standortranking erstellt, das zeigt, dass die Regionen, die sich frühzeitig um ihr Fachkräftepotenzial kümmern, besonders gut abschneiden. Weitere Interviews zum Titelthema gaben uns u.a. Martin Wagener, Bürgermeister der niedersächsischen Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck, zu seinem „Campus für lebenslanges Lernen“ und Rolf Kammann von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern in Sachen Werbung um Fachkräfte für Deutschlands sonnenreichste Region.