Angesichts der Demographie haben es besonders kleinere Betriebe in ländlichen Regionen schwer, Arbeitskräfte zu finden und zu halten. Bedeutung kommt daher Projekten zu, die Themen wie betriebliche Bildung und Gesundheitsvorsorge abdecken: Wo erfahrene und qualifizierte Beschäftigte knapp sind, sollten sie wenigstens so lange wie möglich gesund und fit bleiben.
Für diesen Bereich der klassischen Bestandspflege hat sich Jürgen Stutzenberger, Fachbereichsleiter Tourismus und Wirtschaftsförderung in der Verbandsgemeinde Eisenberg in der Pfalz stark gemacht. Stutzenberger: „Viele Betriebe haben jetzt schon Probleme bei der Besetzung von Lehrstellen und es ist schwierig, Ersatz für Mitarbeiter zu finden, die krankheits- oder altersbedingt ausscheiden. Wir wollen als Wirtschaftsförderung die Betriebe in dieser Hinsicht unterstützen.“
Gesund und fit am Arbeitsplatz – so lange wie möglich
Die Prognosen zeigen, dass Arbeitgeber in Deutschland künftig immer mehr auf ältere Arbeitnehmer angewiesen sein werden und daher Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit – durch Arbeitsgestaltung, Arbeitsschutz, Gesundheitsmanagement – aber auch zur Qualifikation dieser Gruppe mehr Gewicht bekommen müssen. Da jeder Arbeitsplatz andere Auswirkungen auf die Gesundheit mit sich bringt, sind maßgeschneiderte Konzepte erforderlich. In der Broschüre der „Gesundheitslotse“ werden Best-Practice-Beispiele von Unternehmen und Institutionen aufgeführt, die mit Projekten bereits in der Gesundheitswirtschaft tätig sind. Im Adressteil sind 1.000 Gesundheitsanbieter aus der Region gelistet. So kann jeder Firmenchef in seinem Betrieb ein maßgeschneidertes Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter ins Leben rufen – insbesondere für diejenigen, die belastende Arbeiten ausführen. Kann er dies aus zeitlichen Gründen nicht, besteht die Möglichkeit, einen Gesundheitscoach zu beauftragen.