Sonne statt Kohle – eine Gelsenkirchener Erfolgsgeschichte

07-10_GE_ErfolgsgeschichtenEin Standort hat einen radikalen Imagewechsel vollzogen: Den Wurzeln treu und dennoch offen für die Zukunft, hat Gelsenkirchen sein Potenzial ausgebaut und sich um neue Wachstumsfelder gekümmert. Thema ist und bleibt die Energie: Lebte die Stadt früher von ihren Bodenschätzen, so nutzt man heute in der „Solarcity“ das Sonnenlicht zur Stromgewinnung. D’fakto sprach mit Bürgermeister Frank Baranowski.

Neue Zukunftsfelder erschlossen
Der Begriff “Solarstadt“ steht als Synonym für eine Stadt, die sich den Herausforderungen des Wandels der Industriestruktur stellt. In Gelsenkirchen hat das gesamte Spektrum der Zukunftsenergien seinen Platz. Mit der Eröffnung des Wissenschaftsparks Mitte der Neunzigerjahre ist die Keimzelle für die Entwicklung der Solarstadt gelegt worden. Bis heute symbolisieren das Gebäude und seine große Solarstromanlage in hervorragender Weise den Aufbruch in Stadt und Region.

 

Ergänzende Angebote rund ums Thema Energie
Im Bereich Solarenergie arbeiten in Gelsenkirchen etwa 1000 Menschen, im Energiesektor existieren mehrere tausend Arbeitsplätze, immerhin knapp zehn Prozent der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Gelsenkirchen. Mit dem Thema Solar betreibt die Stadt auch eine positive Imagebildung. Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat mit ihrem Energieinstitut und dem integrierten Masterstudiengang „Energiesystemtechnik“ ein Angebot geschaffen, die gesamte Palette der Erneuerbaren Energien und deren Systemverflechtungen zu studieren. Gelsenkirchen hat 2008 den european energy award (EEA) verliehen bekommen für seine kommunalen Aktivitäten rund um den Klimaschutz.