Wenn Unternehmen Energie effizient nutzen und Maßnahmen zum Klimaschutz umsetzen sollen, brauchen sie Aufklärung über ihre Möglichkeiten – und darüber, welche Partner sie ins Boot holen könnten. Hier kommt die Wirtschaftsförderung ins Spiel. Sie kann Vorreiter in punkto Ökologieberatung sein und Helfer beim Knüpfen von Netzwerken. Zwei Beispiele aus dem Kreis Höxter und aus München zeigen, wie das funktionieren kann.
Vernetztes ökologisches Denken als Beitrag zum Strukturwandel
Eine ländliche Region mit viel Wald, überwiegend von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt – das ist der Kreis Höxter. Unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist hier ein Netzwerk Ökologieberatung entstanden, das einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel in der Region leistet: „Wir forcieren die Nutzung von Reststoffen aus Holzindustrie und Landwirtschaft für alternative Einkommensquellen, gehen die Flächenverteilung strukturiert an, präferieren Biogasanlagen in Gewerbegebieten oder das Repowering von Windkraftanlagen und machen uns für Verbundlösungen bei der Wärmegewinnung stark“, so Michael Stolte, Geschäftsführer der WFG Höxter. Dem Netzwerk gehören verschiedene Partner an: Landwirtschafts- und Forstbehörden, Hochschulen und Energieberater.
Mit Ökoprofit Einsparpotenzialen auf die Spur kommen
Auch die Wirtschaftsförderung München versteht sich als Lotse in Sachen Ökologie: Mit „Ökoprofit“ hat sie ein Instrumentarium übernommen und weiterentwickelt, das Betrieben dabei hilft, Energie zu sparen und nachhaltiger zu wirtschaften. „Bisher haben in München 180 Firmen mitgearbeitet, in ganz Deutschland sind es 100 Kommunen mit 2200 Unternehmen. Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus dem ganzen Bundesgebiet arbeiten mit uns zusammen“, so Ulfried Müller von der Wirtschaftsförderung in München. Der Grundgedanke des Ökoprofit-Programms: Unternehmen nehmen ihren Ressourcenverbrauch und ihre Betriebskosten genau unter die Lupe. Sie kommen Einsparpotenzialen auf die Spur und tauschen Ideen mit anderen Betrieben aus.