Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute verzeichnen deutliche Aufhellungen. So stieg, trotz des langen Winters, im März der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend von 95,2 auf 98,1 Punkte und bewegte sich damit fast auf dem Niveau vom Sommer 2008.
Wirtschaft sieht lang ersehnten Silberstreif am Horizont
Die 7000 befragten Unternehmen bewerten ihre derzeitige Geschäftslage deutlich besser als zuletzt. Auch das DIW in Berlin bescheinigt, dass der befürchtete Abschwung im ersten Quartal 2010 nicht eingetreten ist und erwartet für das zweite Quartal eine noch deutlich spürbarere Belebung der Wirtschaft. Nahezu alle Sparten sind begünstigt: Dies gilt auch für den Maschinen- und Anlagenbau, der aufgrund der weltweiten Auswirkungen der Krise und dem hohen Exportanteil besonders betroffen war. Auch der Zuwachs der Autozulassungen in Deutschland scheint sich zu normalisieren. Nicht nur für das zweite Quartal 2010 gehen die Experten von einer weiteren Verbesserung der gesamten Wirtschaft aus, sondern das Wachstum für das Gesamtjahr wird mit einem moderaten Wachstum bis zu 2 Prozent erwartet.
Kurzarbeit war wirksames Instrument in der Krise
Auch die befürchteten Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bestätigten sich nicht. Es scheint, als sei mit dem Anstieg der Wirtschaftsleistung auch die Talsohle der Arbeitslosigkeit durchschritten. Als ein besonders wirksames Instrument auf dem deutschen Arbeitsmarkt präsentierte sich die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes, wodurch große Entlassungswellen verhindert werden konnten. Gleichzeitig sicherte dies den Unternehmen beim Anziehen der Konjunktur das zwingend notwendige Fachpersonal.
Investoren stehen in den Startlöchern
Dies spüren auch die Wirtschaftsförderungen in der Republik. So ist beispielsweise nach Aussage der WFG Region Aachen die Nachfrage nach Gewerbeflächen weiterhin sehr gut. „Unser Gewerbeimmobilienportal, das seit elf Monaten am Markt ist, hat mehr als 34.000 Klicks erfahren und die neuen technischen Möglichkeiten der Flächenpräsentation werden gut und erfolgreich genutzt“, so Michael Eßers, Leiter Regionalmarketing der WFG.